Never forget - Selbstgeschriebenes

Irgendwann letztes Jahr habe ich mal angefangen 1-2 Kapitel an einer Geschichte zu schreiben, bisher hatte ich nie Zeit oder Kreativität um weiter zu schreiben, was ich eigentlich sehr schade finde.

Die Story handelt von einem sehr burschikosen Mädel, das das Gefühl hat ungeliebt und einsam zu sein. Lest euch doch einfach mal rein...



Chapter 1

Es war ein atemberaubender Anblick, wie sich die hellen, aber verdeckenden Wolken langsam über die Nachbarshäuser schoben und mir den Blick auf den wunderschönen Kirschbaum im Garten ermöglichten. Dessen Blüten fielen elegant und taumelnd im leichten Wind auf die gepflegten Rasenflächen, direkt hinter dem 9-Zimmerhaus, aus dessen Fenster im 1. Stock ich hinaus schaute. Viel Schönes hatte ich in den letzten Monaten nicht zu sehen bekommen, denn ich fühlte mich so als hätte mein Leben sich von einem auf den anderen Tag ruckartig um 180 Grad gewendet. Ich war es leid mich mit vollem Herzen etwas hinzugeben und dennoch nur enttäuscht zu werden. Noch vor 2 Monaten fühlte ich mich wie der glücklichste Mensch auf Erden und nun saß ich hier und beschäftigte mich mit der Frage ob ich unter einer Depression leiden würde. Was könnten Gründe für eine Depression gewesen sein? Der Betrug meines Freundes? Die Enttäuschung meiner besten Freundin? Oder einfach der Gedanke daran, dass meine Eltern mich abschoben, weil sie sich überfordert fühlten? Wie fühlt sich ein Mensch mit Depressionen? Die letzten Monate waren die Hölle und dennoch bemerkte ich nicht, dass ich hintergangen wurde bis zu dem einen, den bewegenden Tag.

Seitdem ich zurück denken kann, war ich schon immer sehr unzufrieden mit mir selbst und reflektierte dies oft nach Außen! Ich war dieses Jahr 16 geworden und dachte natürlich, wie so einige, dass sich mit 16 etwas im Leben verändern würde – doch dies nur im positiven Sinne. Im Gegensatz zu all meinen Freundinnen und Mitschülerinnen war ich sehr unreif und noch immer machte mein Körper nicht die Entwicklung durch, die ich mir erhofft hatte. Von Jungs wurde ich oft als „flach“ und „riesig“ bezeichnet, da ich 1.79 m maß und kaum Oberweite hatte. Meine Haare waren lang, bis über die Hüfte und dunkelbraun, ich hatte dunkle Augen und einen dunklen Teint, ich zählte Fußball und Kampfsport zu meinen Hobbys, ich verachtete Make-up und ich trug keine BHs – wofür auch?

Bis ich einen Menschen fand, der ernsthaft Interesse an mir zeigte, hatte ich mir immer eingeredet, dass ich keinen Mann in meinem Leben brauchen würde. Doch das stimmte nicht und ich war erleichtert als ich bemerkte wie wohl und geborgen ich mich mit einem festen Freund an meiner Seite fühlte. Ich war froh, dass all das Gerede der Jungs nebensächlich geworden war, denn ich hatte jemanden, der mich liebte. Ich wollte ihn nie mehr loslassen, kette mich förmlich an ihn und gestehe mir jetzt im Nachhinein ein, dass ich ihm ziemlich wenig Luft zum Atmen ließ.

Es war Donnerstag, der 23.04.2009 gewesen, an dem ich aus diesem Traum aufwachte. Ich war mit meiner Freundin Nissy in der Stadt unterwegs um mir meine neuen ausgesuchten Turnschuhe zu kaufen, da mein Freund Jack für eine wichtige Klausur büffeln musste und mir daher absagte. Zu dieser Zeit schrieb er viele Klausuren und lernte dafür mit Kumpels, so kam es dazu, dass er mir öfters mal absagte. Gefallen hatte mir dies natürlich – wie sollte es anders sein - nicht, aber ich fand mich damit ab. Bis ich dann plötzlich entsetzt in der Fußgängerzone stand, Nissy verwundert neben mir: Ich sah Jack mit einem braunhaarigen, etwas kleineren und weiblicheren Mädel als ich es war, in einem Eiscafé sitzen! Händchenhaltend und sich flirtende Blicke zu werfend. „Dieses Arschloch! Er hatte mich angelogen!“ schieß mir durch den Kopf und ich versuchte mich zu dem Gedanken zu bewegen, dass es nur eine gute Bekannte sei. Nissy rief seinen Namen und er sah sich suchend um. Ich erinnere mich nur noch bruchteilartig an das darauf folgende Gespräch, doch mir wurde klar, dass ich mich in ihm getäuscht hatte und dass seine Gefühle nur vorgespielt waren. An eines werde ich mich jedoch immer erinnern und das war der Satz, den er mir an den Kopf knallte, bevor er fies blickend zu dem anderen Mädchen zurück ging: „Denkst du wirklich ich könnte eine lange und ernste Beziehung mit solch einem burschikosen Mädchen wie dir führen? Das ich nicht lache, das einzig Schöne an dir sind deine langen Haare, Nicole!“.

Dieser Satz führte dazu, dass ich nun einen Kurzhaarschnitt trug und mich quasi gehen ließ. Als ich erfuhr, dass meine ganze Klasse und vor allem Nissy, meine beste Freundin, schon lange vor mir von seinem Betrug wussten, brach für mich die Welt völlig zusammen. Ich wollte niemanden mehr sehen, weder Klassenkameraden, noch Nissy und vor allem nicht Jack! Ich isolierte mich wochenlang in meinem Zimmer, ging nicht mehr zur Schule und hatte auch kein Interesse die Klasse bzw. die Schule zu wechseln. Es hätte nichts gebracht, denn auch dort, würde ich das Gefühl nicht los werden, dass ich irgendwie anders bin und dass mich keiner wirklich verstehen oder lieben kann! Meine Eltern machten sich Sorgen und so wie es schon immer war, wenn sie etwas als zu anstrengend empfanden, egal ob Tradition, Familienaktivität, Sportart oder mich: Sie gaben auf!
Ich wurde zu meinen Großeltern nach Clinton geschickt und genau hier ist es, wo ich gerade am Fenster sitze!

Fortsetzung folgt vielleicht mal...

PS: Tipp- oder Rechtschreibfehler entdeckt? Gerne her damit!

Kommentare:

  1. Selber schreiben ist wirklich wunderbar, schreibe auch viel^^

    AntwortenLöschen
  2. Ich will mehr! Ich will mehr! Ich will mehr!
    Den Anfang finde ich klasse und wirklich total spannend!
    Wäre toll, wenn du zwischendurch mal Zeit und Lust finden würdest, weiter zu schreiben!

    Liebe Grüße

    AntwortenLöschen
  3. Nicht schlecht! Ein paar Kommafehler und Ausdrucks"fehler" enthalten, aber die fallen erst anderen auf. That's normal.

    Bzgl. der Kommafehler melde dich irgendwann mal, wenn du gerade ehe bei der Fortsetzung bist.

    AntwortenLöschen

Schreib doch was dazu!