Ausbildung - und was jetzt?

Vor 1-2 Wochen habe ich bei meinem Ausbildungsbetrieb einen unbefristeten Arbeitsvertrag unterschrieben. :D
Einerseits bin ich super happy, das alles so gut geklappt hat und ich meinen erhofften Vertrag durch die guten Noten auch erzielt habe, doch Leute, die mich kennen, wissen: Isa lässt nicht einfach gut sein. xD
Ich bin schrecklich, denn seitdem ich (vor eigentlich paar Tagen erst) ausgelernt bin, mach ich mir schon wieder Sorgen um die Zukunft.
"Wo will ich jetzt hin?" "Was setz ich mir für Ziele?" "In welche Richtung will ich gehen?"


Einerseits möchte ich etwas soziales und organisatorisches machen - meine Abteilung gibt mir die Möglichkeit die Azubibetreuung bei uns im Team zu übernehmen und in 1-2 Jahren auch einen IHK-Ausbilderschein zu machen. Find ich super, ist total etwas für mich.
Nebenbei werde ich hoffentlich mehrere kleinere/größere Programmierprojekte haben und ein großes/wichtiges Programm mit zig Usern betreuen sowie erweitern. Aber ich weiß nicht... denn andererseits möchte ich mich weiterentwickeln und auch gehaltsmäßig einen großen Sprung machen.
Ich steh vor der Entscheidung, ob ich noch studieren gehen möchte. Denn wenn nicht die nächsten Jahre, wann dann? Irgendwann hat man andere Ziele und möchte fertig mit dem ständigen Lernen sein^^ Meine Abteilung/Kollegen würde/n mich sicher unterstützen und auch die Richtung, in die ich gehen wollen würde, weiß ich schon...
    Die Frage ist nur: Fernstudium oder Präsenzstudium? Und wo?
    Erstes wird super schwer und zweites wird finanziell eigentlich unmöglich für mich, auch mit evtl. Unterstützung meines Betriebs aus.

    Hat jemand von euch ein Fernstudium gemacht oder macht es noch immer und kann mir folgende Fragen beantworten?:
    • Wie ist das so weiterhin 40 Stunden/Woche zu arbeiten und abends noch zu Hause "zu studieren"? 
    • Hat man die nötige Selbstmotivation oder flüchtet man oft in Ausreden?
    • Wie ist es zeittechnisch und wie ausgelaugt ist man durch die Doppelbelastung? 
    • Hat man noch Zeit für Freunde und Familie? 
    • Hat man Nachteile, wenn man keine Vorlesungen hat sondern alles selbständig lernen muss? Gibt es schneller Verständnisprobleme o.ä.? 
    • Und und und...
    Das sind lauter Dinge, die ich mich frage und auf die ich keine Antwort weiß.
    Einerseits bin ich jetzt abends nach der Arbeit schon immer sehr kaputt und seh meine Freunde meist nur an den Wochenenden und andererseits denke ich, wenn Familienväter das schaffen, dann muss ich das doch auch packen oder?

    Ich bin nur niemand, der etwas aufgibt oder hinschmeißt. Wenn ich es anfange, bringe ich es zu Ende. Deshalb muss der Schritt gut überlegt sein.

    Würde mich freuen von den Studierenden unter euch Tipps oder Ratschläge zu erhalten.

    Kommentare:

    1. Ich hab an der einzigen uni die fern anbietet studiert (also einzige staatlich anerkannte)
      Ich habe es nciht geschafft. für mich war das nichts nur daheim zu lernen. mir fehlte der austausch.
      also ich würde dir wenn ein teilzeit studium epfehlen. den selbst fernuni vz brauchst du deine 8h am tag zum lesen udn vertiefen, das würde mit arbeit kaum machbar ohne freunde und familie zu vernachlessigen. sry tippe am handy.

      kannst du dich nciht intern weiterbilden?

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    2. Ich kann mir vorstellen, dass es schon anstrengend ist, neben einem Vollzeitjob zu studieren. Ich würde eine 40-Stunden-Woche nebenbei nicht schaffen, aber ich mach ja auch kein Fernstudium und muss tagsüber zu Vorlesungen hab Abgabetermine für Projekte etc.
      Wenn deine Firma dann auch noch zu denen gehört, bei denen Überstunden an der Tagesordnung sind, wird es sicherlich noch schwieriger!

      Vermutlich liegt es daran, wie ein Fernstudium aufgebaut ist. Wie viel Stoff ist auf wie viele Semester verteilt etc. Machbar ist alles! ^^

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    3. Danke der Nachfrage, mir geht es ganz gut. :) Und dir?

      Hm, ich kann dir da leider gar nicht helfen, weil ich momentan selbst mit solchen Gedanken kaempfe :/

      Und herzlichen Glueckwunsch zur Bestandenen Ausbildung, wenn ich das jetzt mal so sagen darf xD

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    4. Ich kann dir dazu leider auch keinen direkten Ratschlag geben. Ich kann dir nur sagen: Du bist nicht alleine :) Bin im Herbst ausgelernt und habe auch einen unbefristeten Vertrag. Ich überlege aber auch noch zu studieren. Da stellen sich für mich die gleichen Fragen wie für dich. Bin gespannt wies bei dir weiter geht.

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    5. Ich stimm Shiva da total zu , ich drück dir aber die daumen :)
      xx nat

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    6. oje oje das klingt nicht so sonderlich positiv in meinen ohren >.< hoffe, dass du bald die richtige entscheidung treffen kannst, ich selbst kann dir leider hier gar nichts dazu sagen, weil ich nie studiert habe ~__~

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    7. Hallo,

      Wir beide sind ja in Carmens Aktion "Blogpartnerinnen", deshalb wollte ich mal fragen wie wir das machen wollen:
      -> Bloginterview oder
      -> Kurze Blogvorstellungen

      Melde dich doch am besten via Mail oder Kommentar (auf meinem Blog, weil ich auf anderen Blogs Antworten schnell übersehe) :-)

      Alles Liebe,
      Venus

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    8. Hallo Isa,

      Erstmal herzlichen Glückwunsch zur bestandenen Ausbildung auch von mir ;) Also ich bin Studentin und kenne mich zwar nicht in Sachen Fernstudium aus, dennoch kann ich dir ein paar Sachen dazu sagen :)

      Deinen Wunsch studieren zu gehen, finde ich sehr gut. Ich hatte früher in den Sommerferien mal einen Bürojob und weiss wie öde es sein kann, wenn man sich mental unterfordert fühlt und sich bald eine Routine einschleicht, die mit der Zeit richtig mühselig werden kann, da die Arbeit eben kaum was anspruchsvolles von einem abverlangt - ausser viel Geduld. Klar erscheint es dem ein oder anderen Abiturenten zunächst verlockender arbeiten zu gehen und sein eigenes Geld zu verdienen, statt zu studieren und noch "lange" weiterzulernen bevor man sich selbstständig machen kann, doch irgendwann kann die Einsicht kommen, dass man beruflich so einiges mehr aus seinem Leben hätte machen können - so die Einsicht einiger etwas älterer Kommilitonen, die in ihrem Beruf keine Erfüllung mehr gefunden haben - und dann ist es für manche wie du sagst oft zu spät. Daher kann ich deinen Entschluss studieren zu gehen, wie gesagt sehr gut nachvollziehen und finde ihn persönlich sinnvoll und richtig ;)

      Was das Studium angeht: Man muss sich bewusst sein, dass man dort Woche für Woche sehr viel an Stoff bewältigen muss, der von der Lernmenge her nicht mit der Schule vergleichbar ist. Die Vorlesungen sind jeweils nur eine Art Kurzzusammenfassung von dem, was man sich zu Hause im Selbststudium erarbeiten sollte. Manche Vorlesungen sind für mich ziemlich nützlich, auf andere wiederum hätte ich unter'm Strich locker verzichten können, da man kaum zusätzliche Infos gewonnen hat als das, was ohnehin schon in den Skripten steht. Dennoch bin ich als eine der wenigen zu jeder Vorlesung gegangen und bereuhe das nicht.

      Was ich damit sagen möchte, ist, dass die Vorlesungen an sich nicht zwingend notwenig sind, um das Studium zu bestehen, wenn man ein gewisses Talent und gutes Textverständis für das jeweilige Fach mitbringt. Aber der ausschlaggebende Punkt der Vorlesungen bzw. eines Präsenzstudiums ist, dass man durch die fixen Vorlesungs- und Übungstermine stets in einem gewissen Zeitdruck ist, die Sachen rechtzeitig zu erledigen, da es sonst bei der Stoffmenge sehr schnell passieren kann, dass man dem Stoff hinterher hinkt und in der nächsten Übungsstunde nur Bahnhof versteht. Mir persönlich fällt es oft schwer die nötige Motivation zu finden, mich jedes Wochenende etliche Stunden da ranzusetzen und den Stoff abzuarbeiten, zumal die Freizeit sehr bescheiden ausfällt und genau diese fixen Vorgaben sind es eben, die meine Motivation einigermassen aufrecht erhalten, nicht entmutigt aufzugeben, weil es soviele Leute gibt, die den Stoff besser können als man selbst. Auch das ist eine Situation, die ich früher aus der Schule nicht kannte und womit man einfach lernen muss umzugehen und sein Bestes zu geben, da es an der Uni vermutlich immer Leute geben wird, für die vieles in den praktischen Übungen ein Kinderspiel ist, während bei einem selbst das Umgekehrte der Fall ist. Das entmutigt schon mehr als man denkt, aber da wirst du denke ich im praktischen Programmierteil durch deine Ausbildung auf jeden Fall den ein oder anderen Vorteil gegenüber deinen Kommilitonen haben ;)

      ......

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    9. Ich würde dir sehr gerne bei diesem Dilemma helfen, aber da jede Universität anders ist, kann ich dir nicht sagen ob du dich lieber so oder so entscheiden sollst. Was ich dir aber anraten kann, ist der Vorschlag, dass du dich mit der/dem verantwortlichen/m Professor/in deines Studiums von der jeweiligen Universität, wo du dich anmelden möchtest, Kontakt aufnimmst und ihr/ihm dein Problem schilderst. Schlussendlich kann sie/er dich da besser beraten. Nimm am besten Kontakt per E-mail auf. Vorlesungen sind sehr nützlich für das Lernen meiner Meinung nach. Denn bei mir an der Uni ist es so, dass die Professoren wirklich offen für alle Fragen und Diskussionen sind und immer erreichbar sind, wenn es Probleme gibt. Zudem ist das Soziale an einer Vorlesung auch ein wichtiger Pluspunkt. Ich rede an dieser Stelle nicht nur von neuen Freundschaften, die man schliessen kann, sondern eben auch von der Möglichkeit, sich helfen zu lassen oder über das, was in Vorlesungen gesagt wurde, zu diskutieren.
      Ich bin der Meinung, dass ein Fernstudium zwar auf den ersten Blick praktisch erscheint, aber schlussendlich nimmt es mehr Zeit in Anspruch, als wenn man zur Vorlesung gehen würde. Ausserdem kommt noch hinzu, dass wenn du mal nicht zu einer Vorlesung gehen könntest, dass du die Notizen bei jemand nachfragst.
      Aber setze dich aufjedenfall in Verbindung mit einem/einer der Professoren, das kann dir sehr weiterhelfen!

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    10. .....

      Ich weiss natürlich nicht wie umfangreich dein Studium von der Lernmenge her ist, jedenfalls ist meine persönliche Meinung, dass es in einem Fernstudium extrem schwierig sein dürfte, wirklich die Motivation zu finden, das in der gleichen Zeit zu erledigen wie die Kommilitonen im Präsenzstudium, die ständig unter einem gewissen Zeitdruck stehen, da man sonst in den Übungen schlichtweg den Faden verliert, wenn man sich Dinge theoriemässig noch nicht angeeignet hat und nicht die Zeit hatte die Übungen für sich durchzugehen und zu verstehen. Und um das zu vermeiden, zwingt man sich zu lernen. Während der vorlesungsfreien Zeit ist es um einiges schwieriger, für sich eine Motivation zu finden sich da genauso lange ranzusetzen. Dass du dann noch 8 Stunden am Tag arbeiten musst, macht die Sache ja auch nicht leichter, wenn man bedenkt, dass andere während dieser Zeit an der Uni sitzen und lernen :/ Dass es unmöglich ist, würd ich pauschal aber nicht sagen - gerade, weil du ja auch schon einiges an Erfahrung in deinem Studienfach mitbringst.

      Auf jeden Fall würde ich persönlich schon versuchen, die Arbeitszeit soweit es geht, herunterzuschrauben und dir in der Zeit, in der die anderen Semesterferien haben und sich auf die Prüfungen vorbereiten wirklich auch die gleiche Wochenanzahl frei nehmen und da Gas geben ;) Also das Studium sollte die 1. Priorität sein und die Arbeit eben die Zweite, wenn du nicht ganz auf sie verzichten möchtest, was denke ich auch nicht unbedingt nötig ist.

      Ich selber hatte keine praktische Erfahrung und in manchen Fächern sogar Defizite, die mich unweigerlich viele Nachhilfestunden gekostet haben und ich kann dir aus dieser Erfahrung heraus sagen, dass es Gold wert sein und das Leben um einiges einfacher machen kann, wenn man schon einen gewissen Kenntnisstand mitbringt, da man so auch viel weniger Zeit benötigt um die Dinge zu verstehen. Und je leichter einem die Aufgaben fallen, desto grösser ist bekanntlich auch die Motivation ;)

      Was ich dir als Tipp mitgeben kann, ist, soweit es dir möglich ist dich mit anderen Kommilitonen, die dort studieren in Verbindung zu setzen und dich beispielsweise in den Semesterferien mit ihnen an der Uni in einer Gruppe zu treffen, in der ihr euch austauschen könnt, gemeinsam Aufgaben löst und Dinge besprecht, die nicht klar sind. Falls du merkst, dass das für die Prüfung evtl. nicht reicht - was ja durchaus sein kann, wenn man sich alles selbst erarbeiten muss - dann kann ich dir auch die ein oder andere Nachhilfestunde (z.B. in den Semesterferien) empfehlen. Am besten von einer Studentin des nächst höheren Jahrgangs, die können das am verständlichsten erklären :) Und: sehr nützlich ist es, sich die alten Prüfungen vom Netz herunterzuladen und zu lösen, damit man mal eine Idee kriegt, wie die Prüfungen aussehen und was wichtig ist, um dann für sich besser Prioritäten zu setzen und effizienter zu lernen, da man sich schlichtweg nicht alles merken kann ;) Die alten Prüfungen gibts natürlich nicht offiziell von Professoren, bei uns ist es so, dass es einen Fileserver gibt, wo die Studenten selber alte Prüfungen, Musterlösungen etc. bereitstellen können und den Link kriegt man irgendwann im Verlauf des Jahres von den Semestersprechern per Mail zugeschickt ;)

      Was für viele hilfreich sein kann, ist für sich einen Zeitplan aufzustellen und sich Ziele zu setzen bis wann man was gelernt haben möchte. Für mich ist es nicht unbedingt geeignet, da mich solche vorschriftsmässigen Pläne eher demotivieren, aber gerade, wenn man ausschliesslich zu Hause lernt, kann sowas zur Orientierung und besseren Zeiteinteilung schon sehr nützlich sein.

      Soviel mal zu meiner Erfahrung, wow ich merke grad das ist ein endlos langer Text geworden O.o hoffe mal ich konnte dir bissel nen Einblick in das Studentenleben geben ^^

      Liebe Grüsse
      Marina

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    11. Wow, mit so viel Rückmeldung hatte ich nicht gerechnet!! Vielen Dank euch allen.
      Ihr habt alle sehr viel wichtige Punkte angestoßen über die ich nochmal nachdenken muss.
      Ich weiß, dass ein Fernstudium ziemlich schwer werden würde und sehr viel Selbstdiziplin erfordern würde und genau deshalb bin ich halt so unentschlossen. Ich weiß nicht ob ich mir das selber über 3-6 Jahre zutraue. Ich denke ich muss das alles noch überdenken und mir einfach mal Infomaterial der einzelnen Unis zuschicken lassen.
      Der Studiengang, der mich interessiert wäre: Medieninformatik oder Web- und Medieninformatik (seltener) :)

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    12. Hallo :-D

      Ja perfekt - ICQ? FB?
      FB ist auf meinem Blog verlinkt, da könntest du mich adden oder ICQ?

      :-)

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